Vertrauen ist WERTVOLL

Vertrauen ist WERTVOLL

V wie Vertrauen – WERTVOLL-Serie Teil 6

Vielleicht haben Sie es gemerkt – vor diesem Artikel habe ich mich etwas gedrückt.

Vertrauen ist doch eine sehr persönliche Sache und so ist es auch ein persönlicher Artikel geworden.

Vertrauen. Wir lernen es als erstes und am nachhaltigsten bei unseren Eltern. Uns kommt gar nicht in den Sinn, Mama und Papa nicht zu vertrauen. Das ist etwas, was gar nicht geht. Wie wunderbar ist das. Das rüstet uns aus für unser ganzes Leben. Und Menschen, denen es an diesem Urvertrauen mangelt, kämpfen ihr ganzes Leben damit.

Später machen wir dann die Erfahrung, nicht jedem Menschen bedingungslos zu vertrauen. Wir erleben Enttäuschungen und nehmen uns vor NIE wieder jemandem zu vertrauen, um uns vor dem Schmerz der Enttäuschung zu schützen.

Aber geht das überhaupt? Ohne Vertrauen zu leben? Ich denke nicht. Dann wäre ja nur Unsicherheit, zu 100%, das würden wir gar nicht aushalten.

Vielleicht gehen wir eher mißtrauisch auf Menschen zu, machen es ihnen nicht leicht, sich unser Vertrauen zu verdienen. Unser Vertrauen ist nicht mehr “blind” oder naiv, sondern wir prüfen mehr, ob und wem wir unser Vertrauen schenken. Doch irgendwo in uns bleibt das Vertrauen. In das Leben, das Schicksal, Gott, dass es irgendwie immer weitergeht, auch wenn wir enttäuscht wurden und werden.

Und dieses Vertrauen in das Leben trägt uns dann durch. Irgendwo wissen wir, wir sind geborgen und gehalten von etwas, das größer ist als wir. Für die Einen ist es das Universum, für Andere Engelwesen, das Schicksal, Vorherbestimmung  oder Gott.

Diese Sicherheit ist auch in schweren Zeiten da und hilft uns durchzuhalten. “Nach Dunkelheit kommt Licht!” – “Nach einem Tief kommt immer ein Hoch!” Solche und ähnliche Spruch drücken dieses Vertrauen aus.

In meinem Burn Out war genau das meine Herausforderung: Zu vertrauen, dass es weitergeht. Vielleicht nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber es gab etwas, was verlässlich da war und mir die Sicherheit gab. Die Gewissheit, da ist ein Weg, auch, wenn ich gerade nichtmal den nächsten Schritt sehe.

Heute bin ich dankbar für diese Erfahrung, weil ich vieles hinterfragen und neu ordnen MUSSTE. Das hat Kraft gekostet und war schmerzhaft – aber wertvoll und rückblickend kann ich sagen “gut so!”.

Enttäuschungen gehören zum Leben. Wir müssen uns entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen.

Sehen wir hin: Was bedeutet Ent-täuschen eigentlich? Eine Täuschung wird aufgedeckt, wir sehen klarer. Also eigentlich eine gute, wenn auch oft schmerzliche Erfahrung.

Doch es gibt ja die andere Seite der Medaille: Unser Vertrauen wird bestätigt. Wir verlassen uns auf jemanden und werden NICHT enttäuscht. Achten wir doch mehr auf diese Erfahrungen! Sowas nehmen wir oft als viel zu selbstverständlich hin. Dabei gehören solche Erfahrungen in unser “Danke-Buch”. Solche Momente wollen wir sammeln und uns nicht von schlechten Erfahrungen entmutigen oder verbittern lassen.

Deshalb mein Wunsch für Sie und uns alle für das neue Jahr:

Viele Momente des Vertrauens und der Dankbarkeit und vor allem offene Augen und Herzen, sie wahrzunehmen und zu genießen!

Herzlichst Ihre

Susanne Henry

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.